Situation in Willow, Alaska, weiter angespannt

Die anhaltende Trockenheit in Kombination mit aufkommenden Winden und der Hitze des Tages führten dazu, dass sich das Feuer in Willow bis Montag 21:30 Uhr Ortszeit auf eine Fläche von fast 35 Quadratkilometer ausbreiten konnte. Da um diese Jahreszeit die Sonne nie ganz hinter dem Horizont versinkt und es somit nie ganz dunkel wird, fehlen auch die großen Temperaturunterschiede, die in unseren Breitengraden oft zwischen Tag und Nacht herrschen.

Momentan breitet sich das Feuer weiter in Richtung Norden aus. Teilweise erreicht es dabei Geschwindigkeiten bis zu 50 km/h. Iditarod-Champion Dallas Seavy, der neuen Meilen nördlich der bislang evakuierten Zone lebt, sitzt auf gepackten Koffern.  Drei Trucks mit Anhängern stehen zur Abfahrt bereit auf seinem Hof. Nach eigenen Angaben könne er Innerhalb einer halben Stunde all seine Hunde einladen und vom Hof fahren.

Die Einsatzkräfte der Feuerwehr versuchen derzeit sich die Gleise der Alaska Railroad, die im Westen durch Willow verlaufen, und den Susitna River im Osten von Willow , zu Nutze zu machen, um das Feuer innerhalb dieser Barrieren zu halten. Kein einfaches Unterfangen, da sich die Flammen bislang weder von kleinen Flüssen noch von dem relativ breiten Highway aufhalten ließen.

Ersten Einschätzungen zu Folge wurden zwischen 35 und 45 Häuser zerstört. Viele der obdachlosen Bewohner sind nicht versichert und müssen den Schaden aus eigener Tasche regulieren. Sie stehen vor dem Nichts und müssen im Rahmen ihrer finanziellen Möglichkeiten komplett von vorne beginnen.

Die Ursachen für den Waldbrand in Willow bleiben weiterhin ungeklärt.Bislang wird gemutmaßt, dass das Feuer durch menschliches Versagen ausgelöst wurde. Die Ermittlungen diesbezüglich laufen noch.

Mark Roberts vom Amt für Katastrophenmanagement befürchtet, dass das Feuer in Willow nur durch Regenfälle vollständig gelöscht werden kann.

Ein zweites Feuer auf der Kenai-Halbinsel stellt eine zusätzliche Herausforderung für die Feuerwehr in Alaska dar. Am Montag brach auf der Kenai-Halbinsel im Süden von Anchorage ein zweiter Waldbrand auf, der bislang zwar kleiner ist als das Sockeye-Fire in Willow, aber schnellstmöglich unter Kontrolle gebracht werden muss, bevor er sich weiter ausbreiten kann.

 

 

Artikel in der ADN

 

 

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