#MusherFashion – „Warm, comfortable, cute!“

Heute mal eine etwas ungewöhnliche Kombination: #MusherFashion. Die Bedeutung der richtigen Kleidung ist nicht zu unterschätzen, insbesondere wenn man mit dem Schlitten im hohen Norden unterwegs ist. Warm muss sie sein. Bequem muss sie sein. Praktisch muss sie sein. Hübsch aussehen muss sie nicht. Oder doch? Man kann sicherlich das Beste daraus machen.

Iditarod-Musherin Lisbet Norris postet seit einiger Zeit Fotos in sozialen Netzwerken unter #MusherFashion. Jetzt wurde sie von dem Fernsehsender KTVA Alaska besucht. Lisbet erzählt KTVA, dass #MusherFashion ihr Lieblingsoxymoron[1] ist. Ist die Kombination von „Musher“ und „Fashion“ wirklich so widersprüchlich?

Manchmal denke sie, dass man nicht wirklich Hosen tragen müsse, sei das Beste am Musher-Dasein. Man könne den ganzen Tag in langer Unterwäsche verbringen. Lange Unterwäsche ist fester Bestandteil ihrer täglichen Kleidung. Am liebsten trägt sie Merinowolle, das ist atmungsaktiv, geruchsarm und angenehm auf der Haut. Wenn sie Besuch bekommt, zieht sie sich einfach schnell einen Daunenrock über und ist im Nu ordentlich angezogen.

Auf Lisbets Instagrammseite findet man Posts zu Outfits und Style Selfies. Jeder Post ist mit #MusherFashion markiert und gespickt mit Tipps und Tricks für andere Liebhaber der kalten Klimazonen. Oft werden Lisbet Fragen über ihre Ausrüstung gestellt, die sie auf dem Trail warm hält. Welche Marken sie benutzt und wie sie die einzelnen Kleidungstücke kombiniert, um warm zu bleiben. Das brachte sie auf die Idee diese Informationen auf witzige Weise in einer Art Fashion-Blog teilen.

#musherfashion

 

Hier der Bericht auf KTVA Alaska, der am Freitag, 4.12.2015, ausgestrahlt wurde.

Ihre Kleidung ist so praktisch wie nötig und so hübsch wie möglich – wobei der praktische Aspekt überwiegt. Schließlich müssen sie ihre Kleidungsstücke bei eiskalten Temperaturen von unter -40 Grad Celsius wärmen, unwirtlichem Wetter und Schmutz trotzen und den Liebkosungen ihrer Hunde standhalten. Für qualitativ hochwertige Ausrüstung zahlt sie auch gerne einen angemessenen Preis. Ihre Devise lautet: Man muss sich um sich selbst kümmern, damit man sich um seine Hunde kümmern kann. Und in der Tat – ein erfrorener Musher kann niemandem mehr helfen.

Lisbet ist die Enkelin von Earl und Natalie Norris, die den ältesten Siberian Husky Kennel überhaupt gegründet haben. Mushing und ihre Siberian Huskies sind die Leidenschaft der Familie und Lisbet, die in Alaska geboren ist, wuchs damit auf. Sie hat einen ganzen Schrank voll mit der notwendigen Ausstattung – Mützen, Handschuhe, Socken, Jacken, Schneehosen, Daunenröcke, etc. sind reichlich vorhanden. Die Dinge haben sich über Jahre hinweg gesammelt. Die 27jährige räumt ein, dass sie sich nicht der Illusion hingibt auf irgendeine Weise stylish oder gar ein Trendsetter zu sein. Laut KTVA kann dies aber durchaus in Frage gestellt werden – gemessen an der positiven Resonanz auf #MusherFashion in sozialen Netzwerken.

„Warm, comfortable, cute“ – dass ist #MusherFashion für Lisbet. Wer mehr davon möchte, findet ihre Beiträge auf Lisbets Instagram Seite.

 

[1]Oxymoron = rhethorische Figur, die aus einem Begriffspaar besteht, das sich gegenseitig widerspricht, z. B. offenes Geheimnis, alter Knabe.

 

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