Doping-Fall beim Iditarod: Positive Auswirkungen von Tramadol beim Rennen fraglich

Der Doping-Fall beim Iditarod bleibt mysteriös. Nach Erfahrung von Dr. Bob Sept, einem Tierarzt aus Alaska, brächte der Einsatz des zu den Opiaten zählenden Tramadol bei einem Schlittenhunderennen wie dem Iditarod keinen Vorteil.

Dr. Sept, selbst jahrelang leitender Tierarzt beim Iditarod, ist sowohl mit dem Medikament Tramadol als auch mit dem Schlittenhundesport vertraut. Er kann sich nicht erklären, warum ein Musher seinen Hunden in einem Rennen Tramadol geben sollte. So gebe es weitaus bessere und geeignetere Schmerzmittel auf dem Markt. Im tierklinischen Bereich sei die Beliebtheit von Tramadol in den letzten Jahren gesunken, da Hunden beim Menschen vorhandene Rezeptoren fehlen, die nötig sind, damit das Mittel seine schmerzstillende Wirkung voll entfalten kann. So habe Tramadol hauptsächlich eine beruhigende Wirkung bei Hunden und nur einen geringen schmerzstillenden Effekt. Weiterhin seien die allseits bekannten Nebenwirkungen, wie Erbrechen und Lethargie, für kontraproduktiv bei einem Schlittenhunderennen.

Dr. Sept bezweifelt stark, dass Dallas Seavey seinen Hunden absichtlich Tramadol gegeben hat. Damit ist er nicht allein. Zahlreiche andere Musher sind davon überzeugt, dass Dallas keine Schuld trifft. Somit bleibt die Frage offen. Wer hat Dallas Hunden die verbotene Substanz verabreicht?

Weitere Informationen:

http://www.akc.org/content/health/articles/tramadol-for-dogs/

http://www.ktva.com/story/36685724/what-is-tramadol-questions-arise-after-seaveys-dog-teams-drug-test